IT-Tage 2025
Über den eigenen Tellerrand hinaus
Data Science, KI und Cloud-Architekturen sind unser tägliches Geschäft – doch manchmal lohnt es sich, die eigene „Bubble“ zu verlassen. Genau das taten unsere scieneers-Kolleg:innen Katharina Anderer, Sebastian Drewke und Alina Dallmann Mitte Dezember, als sie die IT-Tage 2025 im Kongresszentrum Frankfurt besuchten.
Katharina Anderer, Sebastian Drewke und Alina Dallmann bei der Konferenz
Unsere Eindrücke von den IT-Tagen 2025
Die Konferenz war hervorragend organisiert. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund der Jahreszeit fielen leider einige Vorträge kurzfristig aus. Die Breite des Programms war super, um den eigenen Horizont zu erweitern und Impulse aus anderen Disziplinen mitzunehmen, auch wenn dadurch naturgemäß etwas weniger Zeit für die technische Tiefe blieb.
Unser Beitrag: Skalierbare RAG-Systeme in der Praxis
Für uns ist besonders der Transfer spannend: Wie lassen sich bewährte Prinzipien der allgemeinen Softwareentwicklung auf die Welt der Generativen KI übertragen? Zwar starten viele KI-Projekte als experimentelle Prototypen, doch zeigt sich in der Praxis schnell, dass Faktoren wie saubere Modularisierung, asynchrone Schnittstellen und robustes Monitoring – also das klassische Handwerk – darüber entscheiden, ob eine Anwendung den Praxistest besteht.
Genau hier knüpfte unsere Data Scieneer Alina Dallmann mit ihrem Vortrag „Skalierbares RAG: Von Prototypen zu produktionsreifen Architekturen“ an. Dabei wurde deutlich: Ein RAG-System (Retrieval-Augmented Generation) als Prototyp zu bauen, ist dank moderner Frameworks heute in wenigen Stunden erledigt. Die echte Herausforderung beginnt, wenn das System, wie bspw. unser SciRAG, „erwachsen“ werden muss – also skalierbar, robust und wartbar.
Einige Takeaways aus Alinas Vortrag:
- Eventbasierte Verarbeitung: Durch den Einsatz von eventbasierten Methoden wie einer Message-Queue können spezialisierte Verarbeitungs-Container-Dokumente asynchron abarbeiten und je nach Last horizontal skalieren
- Metadaten sind der Schlüssel: Ein Vektorraum allein reicht für Enterprise-Anforderungen nicht aus. Saubere Metadaten sind die Grundlage für die notwendige Filterung im Rahmen von Berechtigungskonzepten sowie für die Kontextualisierung von Antworten
- Präzision statt Bauchgefühl: Reine Uptime-Metriken sagen nichts über die Qualität der KI-Antworten aus. Frühzeitige Evaluationspipelines und Tracing-Systeme (wie LangFuse) schaffen Vertrauen und verhindern Regressionen bei Systemänderungen
- Flexibilität für Agenten und Workflows: Ob fest definierte KI-Workflows oder autonome Agenten – MCP bietet die passende Struktur für eine Vielzahl von Anwendungsfällen
Fazit
Die IT-Tage boten uns eine wertvolle Gelegenheit, über den Tellerrand der reinen Python- und Datenwelt hinauszublicken. Die Impulse aus Frankfurt, sei es zu agilen Arbeitsweisen oder zur Architektur von Cloud-Systemen, fließen direkt in unsere tägliche Arbeit ein.
Den Vortrag von Alina zum Thema „Skalierbare RAG-Systeme“ könnt ihr hier als PDF herunterladen.
Der Vortrag zum Durchblättern
Autoren
Alina Dallmann, Data Scieneer bei scieneers GmbH
alina.dallmann@scieneers.de
Katharina Anderer, Data Scieneer bei scieneers GmbH
katharina.anderer@scieneers.de
Sebastian Drewke, Data Scieneer bei scieneers GmbH
sebastian.drewke@scieneers.de





